2017 hörte ich zum ersten Mal von der Idee des Weltackers.
Jedem Menschen auf dieser Erde stehen theoretisch 2.000 Quadratmeter fruchtbares Ackerland zur Verfügung. Nicht mehr. Nicht weniger. Ich stellte mir sofort die Frage, die mich nicht mehr loslassen sollte: Könnte ich davon leben? Wenn ja, wie?
Ich wollte kein Selbstversorger werden. Ich wollte nur wissen, was möglich wäre – es in meinem Geist durchspielen und verstehen.
Was folgte, war eine Obsession. Ich begann zu rechnen, zu lesen, zu optimieren. Gesundheit gegen Fläche. Fläche gegen Geschmack. Geschmack gegen Aufwand. Aufwand gegen Ausfallsicherheit.
Was müsste ich anbauen, um vollkommen gesund zu sein – und wie wenig Fläche würde ich dafür wirklich brauchen? Wie verändert sich die Rechnung, wenn ich einen fairen Anteil an nachhaltig produzierten tierischen Kalorien hinzufüge? Den Wald? Den Fischfang? Algen? Muscheln?
Ich rang mit der Flächenbegrenzung wie mit einem Gegner. Und langsam gewann ich die Oberhand.
Dann musste ich es wirklich tun. Denn plötzlich lebte ich allein – Frau und Kinder waren weit weg – und ich konnte schlicht nicht kochen. Ich musste jetzt tatsächlich umsetzen, was ich jahrelang nur durchdacht hatte.
Ein Reiskocher rettete mich. Tiefkühlgemüse. Tupperware. Ein Freund, der sein Leben lang Gourmet war und mir beibrachte, wie man aus einfachen, gesunden Zutaten etwas macht, das man wirklich essen will. Ich schlief besser. Mein Blutdruck sank. Meine Einkäufe wurden jeden Tag billiger – Hafer und Dinkel, Grünkohl und Spinat, Linsen und Bohnen statt hochverarbeiteter Fertigprodukte.
Und dann stellte sich die eigentliche Frage:
Wenn ich von meinen 2.000 Quadratmetern nur ein Drittel verbrauche – warum hungern dann noch Hunderte Millionen Menschen? Warum vergiften wir unsere Böden, vernichten Artenvielfalt, quälen Milliarden Tiere – für eine Ernährung, die uns gleichzeitig krank macht und übergewichtig?
Meine alten Gegner – die Propagandisten der Agrarindustrie, die ich aus den Jahren meines Ringens um »Das Wunder von Mals« und aus dem »Pestizidprozess« gut kannte – wirkten plötzlich nicht mehr mächtig, sondern lächerlich. Sie standen da, ganz ohne Kleider, wie der Kaiser im Märchen.
Am 15. September 2026 erscheint mein drittes Buch – in gewissem Sinne das persönlichste.
2.000m² – Wie viel Erde braucht der Mensch?
Ein Buch über jenen Teller, der auf 700 Quadratmetern wächst. Supergesund. Verblüffend billig. Überraschend lecker. Und in zwanzig Minuten fertig – selbst wenn man gar nicht kochen kann.
Den Rest unserer 2.000 Quadratmeter geben wir der Natur zurück. Als Wildblumenwiese. Als Wald. Als Lebensraum für uns alle.
Die verblüffende Pointe: Die allerbeste Ernährung für dich ist gleichzeitig die allerbeste Ernährung für die Welt. Das ist keine Utopie. Das ist Arithmetik.
Warum ich euch das heute schreibe.
In den nächsten fünf Monaten stecke ich alles in dieses Buch. Endfassung, Lektorat, Layout, Cover, Vertrieb – und vor allem: in den Text selbst, der noch wachsen muss. Dafür gibt es eine Finanzierungslücke von €10.500 – fünf Monate Arbeit, die dieses Buch möglich machen.
Wer meine Arbeit kennt – aus meinen Büchern oder aus den wöchentlichen Artikeln hier auf Substack – weiß, dass ich nicht aufhöre, bis es stimmt. Dieses Buch wird gut!
Dazu brauche ich euch. Ohne euch erscheint dieses Buch nicht rechtzeitig – im schlimmsten Fall gar nicht. Ihr habt meine Arbeit in den vergangenen Jahren gelesen und begleitet. Jetzt bitte ich euch direkt: Macht dieses Buch möglich.
Hier könnt ihr das Crowdfunding unterstützen: https://www.gofundme.com/f/2000m2-wie-viel-erde-braucht-der-mensch
Und noch etwas.
Wer spendet und mir danach eine kurze Nachricht schreibt – alexschiebel@what.works – bekommt eine Vorabversion als PDF. Und wer liest und Feedback gibt, wird dieses Buch mitgestalten.
Das ist kein Dankeschön am Rande. Das meine ich ernst. Die besten Korrekturen meiner früheren Bücher kamen von Lesern, die genau hingeschaut haben.
Ihr seid nicht nur mein Publikum. Ihr seid meine Mitautoren.
PS: Alle Erlöse aus dem Buchverkauf fließen in die Arbeit des gemeinnützigen Vereins What.works – und damit in weitere Recherchen, weitere Bücher, weitere Antworten auf die drängendsten Fragen unserer Zeit.


