Ein Manifest gegen die Verzweiflung, ein ökologischer Imperativ für das neue Jahr und warum das Gute kein Zufall ist.
Wir stehen am Anfang eines neuen Jahres. Normalerweise ist das die Zeit der privaten Vorsätze: Mehr Sport, weniger Zucker, mehr Achtsamkeit. Doch wenn wir ehrlich sind, fühlen sich diese kleinen Optimierungen im Januar 2026 seltsam unbedeutend an.
Denn wenn wir vom Smartphone aufblicken, sehen wir eine Welt, die aus den Fugen gerät. „Permakrise“ ist das Wort der Stunde. Das Zerstörerische scheint exponentiell zu wachsen – Kriege, Klimakipppunkte, gesellschaftliche Spaltung. Viele haben das Gefühl, wir steuern auf einen Abgrund zu.
In solchen Momenten erinnert man sich an den Dichter Friedrich Hölderlin, der einen Satz schrieb, der heute aktueller ist, denn je:
„Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch.“
Ist das nur ein frommer Wunsch? Ich starte diese Substack-Serie, weil ich überzeugt bin: Es ist mehr als das. Es ist eine Tatsache.
Das Rettende wächst tatsächlich. Wir übersehen es nur oft, weil es leiser ist als der Lärm der Katastrophen.
Die Entdeckung des Guten
Ich möchte eine These formulieren, die in unseren zynischen Zeiten fast naiv klingt, aber philosophisch und historisch fundiert ist: Moralischer Fortschritt ist real.
Wir erfinden das Gute nicht einfach, so wie wir Modetrends erfinden. Wir entdecken es.
Denken Sie an einen Apfelbaum. Er existiert nicht einfach nur vor sich hin. Er trägt ein Programm in sich: Er will blühen, er will Frucht bringen. Er strebt nach Entfaltung. Uns Menschen geht es genauso. Wir wollen unsere Talente entfalten, wir wollen die „bestmögliche Version“ unserer selbst werden. Doch anders als der Baum sind wir dabei frei – und wir sind nicht allein.
Wir beginnen langsam zu begreifen, was biologisch schon immer wahr war: Wir sind keine isolierten Einzelkämpfer. Wir sind Fäden in einem riesigen ökologischen Gewebe. Alles hängt mit allem zusammen. Daraus ergibt sich eine einfache, aber radikale Logik, die ich den „Ökologischen Imperativ“ nenne:
Wer andere an ihrer Entfaltung hindert, beschädigt das Gewebe, das ihn selbst trägt.
Das Gute zu tun, ist kein bloßer Altruismus. Es ist ein Akt der Intelligenz. Er basiert auf der Einsicht, dass meine eigene Entfaltung nur in einer Welt gelingt, in der auch andere blühen können.
Ein Kipppunkt zum Guten?
Und warum starte ich diese Serie gerade jetzt? Weil ich glaube, dass wir an einem Kipppunkt stehen. Wir sehen vorläufig nur die negativen Kipppunkte (im Klima, in der Demokratie). Aber soziale Systeme können auch zum Guten kippen. Ideen, die gestern noch als „Spinnerei“ galten, können morgen Gesetz werden. Die Geschichte zeigt, dass ein solcher Wandel sich oft rasend schnell vollzieht, sobald eine kritische Masse die Moralischen Tatsachen erkennt.
Genau diesen Prozess wollen wir in den nächsten Wochen gemeinsam untersuchen. Ich lade Sie ein auf eine Reise durch die Mechanik der Hoffnung.
Hier ist der Fahrplan für das, was Sie in dieser Serie erwartet:
Anatomie des moralischen Fortschritts (Das Prinzip): Im nächsten Artikel blicken wir unter die Motorhaube des Fortschritts. Wir lernen das „Overton-Fenster“ kennen und verstehen, wie radikale Ideen (wie die Demokratie) den Weg von „undenkbar“ zu „normal“ finden.
Der Blick zurück (Der Beweis): Wir reisen in eine Zeit, in der das Verbrennen von lebenden Katzen ein Volksfest war, und sehen, wie wir unseren „Kreis der Empathie“ seitdem erweitert haben. Wir analysieren, wie die Moral über das Geld siegte (Abschaffung der Sklaverei) und feiern den größten Triumph der Menschheit: dass wir den vorzeitigen Tod durch Krankheit und Hunger massiv zurückgedrängt haben.
Der Blick nach vorn (Die Prüfung): Dann wird es unbequem. Wir schauen auf unsere eigenen blinden Flecken. Wir sprechen über unser Verhältnis zu Tieren – das Thema, bei dem unsere Enkel uns vermutlich am härtesten verurteilen werden. Und wir fragen, wie wir Künstliche Intelligenz so gestalten können, dass sie unsere Werte teilt und nicht zerstört.
Das Rettende sind wir
Mein Ziel für dieses Jahr ist es, dem Pessimismus etwas entgegenzusetzen. Nicht mit “Good Vibes Only”, sondern mit harter Analyse und einer Ethik, die das Leben in den Mittelpunkt stellt.
Es stimmt: Die Gefahr wächst. Aber die Dynamik kann sich ändern. Das Rettende wächst – und es wächst durch uns. Durch jeden, der versteht, dass wir zusammengehören.





Nicht außer acht lassen sollten wir,was Dante über die Hoffnung sagt. Alle Erkenntnisse liegen natürlich in der wahren Gnosis. Wenn wir zum Absoluten Punkt kommen von dem wir dann weiter gehen: Es gibt Kräfte,die den Verstand der so genannten Menschen lenken…nur durch Reines Bewusstsein,das vom Wahren Vater und der Mutter kommt…der Heilige Geist,der Ihre Zunge ist…kann der Weg aus dem Hades ins Pleroma gefunden werden!!
Die kollektive unbewusste Masse hat und hatte immer die Wahl, zwischen dem Meister der Lüge…seiner Materie…dem Mammon. Oder der Wahrheit…dem wahren Licht des Vaters und Sophia Maria.
Nun schau in “die Welt” welchen Weg die Masse geht!! Denn das formt sie…die Petrischale in der sie Herumschwimmen…