Vielen Dank für Deine hoffnungsfrohen Zeilen. Wir sollten aber ein wenig mehr in den Vordergrund rücken, wofür die Britten ihr Geld wirklich ausgegeben haben:
-Ergebnis: Über 1.600 Sklavenschiffe gestoppt, mehr als 150.000 Menschen befreit
-Dauer: fast 60 Jahre
-Kosten: ein erheblicher Teil des britischen Marinebudgets, ohne wirtschaftlichen Nutzen
Expedition gegen Lagos (1851)
Anti-Sklaverei-Operationen in Ostafrika (spätes 19. Jh.)
Auch die Amerikaner beteiligten sich aktiv:
Africa Squadron (1842–1861)
- 100 Sklavenschiffe in fast 20 Jahren aufgebracht
Barbareskenkriege (1801–1815) – Nordafrika
. gegen die Versklavung von Amerikanern durch nordafrikanische Piratenstaaten (Tripolis, Tunis, Algier)
Bei Dir liest es sich so, als hätten die Britten nur den Sklavenhändlern Geld in den Rachen geworfen, um deren Ansprüche zu befriedigen. Das stimmt so nicht.
Lieber Otto, vielen Dank für diesen hervorragenden und historisch wichtigen Ergänzung! Du hast vollkommen recht.
Mein Artikel konzentrierte sich stark auf den politischen 'Freikauf' durch den Slavery Abolition Act von 1833 und die direkte Entschädigungssumme. Aber du zeigst völlig zu Recht auf, dass der Preis der Moral noch viel höher war: Großbritannien hat nicht nur gezahlt, sondern mit der West Africa Squadron auch jahrzehntelang militärische Ressourcen und Menschenleben eingesetzt, um das Verbot auf hoher See durchzusetzen – ohne eigenen ökonomischen Nutzen.
Das stärkt das Argument meines Textes sogar noch: Es war eine bewusste Entscheidung, volkswirtschaftliche Ressourcen (Geld und Marine) für ein ethisches Ziel einzusetzen, statt für Profit. Danke, dass du diesen Aspekt der 'aktiven Durchsetzung' hier noch einmal so detailreich beleuchtet hast!
Leider kann ich nicht sagen, dass das Gute letztlich siegt - aber wir sehen immerhin: es gibt das Gute. Und Menschen, die Gutes tun. So wie Du. Danke Dir dafür.
Vielen Dank für Deine hoffnungsfrohen Zeilen. Wir sollten aber ein wenig mehr in den Vordergrund rücken, wofür die Britten ihr Geld wirklich ausgegeben haben:
West Africa Squadron (1808–1867)
-Auftrag: Sklavenschiffe aufbringen, Gefangene befreien, Handel unterbinden
-Ergebnis: Über 1.600 Sklavenschiffe gestoppt, mehr als 150.000 Menschen befreit
-Dauer: fast 60 Jahre
-Kosten: ein erheblicher Teil des britischen Marinebudgets, ohne wirtschaftlichen Nutzen
Expedition gegen Lagos (1851)
Anti-Sklaverei-Operationen in Ostafrika (spätes 19. Jh.)
Auch die Amerikaner beteiligten sich aktiv:
Africa Squadron (1842–1861)
- 100 Sklavenschiffe in fast 20 Jahren aufgebracht
Barbareskenkriege (1801–1815) – Nordafrika
. gegen die Versklavung von Amerikanern durch nordafrikanische Piratenstaaten (Tripolis, Tunis, Algier)
Bei Dir liest es sich so, als hätten die Britten nur den Sklavenhändlern Geld in den Rachen geworfen, um deren Ansprüche zu befriedigen. Das stimmt so nicht.
Lieber Otto, vielen Dank für diesen hervorragenden und historisch wichtigen Ergänzung! Du hast vollkommen recht.
Mein Artikel konzentrierte sich stark auf den politischen 'Freikauf' durch den Slavery Abolition Act von 1833 und die direkte Entschädigungssumme. Aber du zeigst völlig zu Recht auf, dass der Preis der Moral noch viel höher war: Großbritannien hat nicht nur gezahlt, sondern mit der West Africa Squadron auch jahrzehntelang militärische Ressourcen und Menschenleben eingesetzt, um das Verbot auf hoher See durchzusetzen – ohne eigenen ökonomischen Nutzen.
Das stärkt das Argument meines Textes sogar noch: Es war eine bewusste Entscheidung, volkswirtschaftliche Ressourcen (Geld und Marine) für ein ethisches Ziel einzusetzen, statt für Profit. Danke, dass du diesen Aspekt der 'aktiven Durchsetzung' hier noch einmal so detailreich beleuchtet hast!
Leider kann ich nicht sagen, dass das Gute letztlich siegt - aber wir sehen immerhin: es gibt das Gute. Und Menschen, die Gutes tun. So wie Du. Danke Dir dafür.